wJB_Suedwest_Pokal

Spielbericht: wJB mit Coup – überraschend Favoriten geschlagen & damit im Bezirkspokalfinale

Halbfinale gewonnen – Zwenkau wir kommen.

Was war das gestern???

Die Rollen vor dem Spiel waren klar verteilt: Die Mädels von Südwest in diesem Spiel klar favorisiert. Im normalen Ligabetrieb gingen beide Spiele verloren. Das erste mit 12:20: Südwest war besser, aber Taucha verlor aufgrund der schlechten Chancenverwertung so hoch. Das zweite Spiel vor drei Wochen verlor man sogar mit 16:32 verdient in dieser Höhe.

Nichtsdestotrotz sollte das Spiel nicht hergeschenkt oder als Trainingseinheit unter Wettkampfbedingung betrachtet werden. Schließlich war es ein Hop oder Top-Spiel, ein Halbfinale halt. Dementsprechend konzentriert und motiviert gingen alle Mädels an diesem Tag schon vor dem Spiel in die Halle & die Erwärmung.

Schon in Delitzsch funktionierte die Abwehr sehr gut und wenige technische Fehler wurden gemacht. Das war auch die Marschroute für dieses Spiel. Von der ersten Minute wurde diese auch eingehalten. Und auch fast im gesamten Spiel durchgehalten werden und nicht wie so häufig nur ein paar Mal übers Spiel verteilt. Dies bildete die Grundlage für diesen Überraschungssieg.

Mit voller Bank, also reichlich Personal startete man in die Partie. Vielen Dank wieder an die zahlreichen C-Mädels:) Im Vergleich zu den letzten Spielen waren alle unsere Leistungsträger endlich einmal fit und beschwerdefrei. Dies merkte man dem Spiel deutlich an. Auch unsere Jüngeren ließen sich im positiven Sinne anstecken und zeigten eine sehr gute Leistung.

Die Deckung stand sicher und Südwest tat sich unheimlich schwer zum Torerfolg zu kommen. Meist mussten die Gäste aufgrund von angezeigtem Zeitspiel einen Notabschluss wählen. Dieser fand oft nicht das Tor oder wurde von unserer Torhüterin entschärft. Dies schien den Mädels auch im Abschluss vorne die Sicherheit zu geben. Südwest agierte mit einer offensiven Deckung. Dies bereitete erst einmal Probleme. Aber nach ein paar Minuten bewegten sich alle viel ohne Ball und zogen mit Schwung in die Schnittstellen bzw. Lücken. Entweder setzte man sich gut im 1:1 durch, schloss dann ab oder spielte den besser postierten Nebenmann an. Bereits nach knapp 9 Minuten sahen sich die Gästetrainer gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Dies brachte die Mädels aber nicht durcheinander, sondern aus einem 4:2 machte man eine 6:3 Führung. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kam das leidliche Thema suboptimale Chancenverwertung wieder auf: einige 100 %ige wurden nicht verwandelt bzw. von der gut haltenden Torhüterin von Südwest pariert. Allein dieser Umstand verhinderte eine höhere Pausenführung: Halbzeitstand: 6:4.

Etwas ungläubig sahen auch die Gesichter auf der Tribüne aus. Sollte es tatsächlich gelingen den Favoriten in Schach zu halten?

Pausentee. Die Stimmung verständlicherweise sehr gut bei den Mädels. Aber bloß nicht abheben und anfangen zu träumen war die Ansage. Und nicht an das Eventuelle danach zu denken. Ohne Hektik, genauso engagiert in Deckung und Angriff sollte weitergespielt werden. Vor allem auch das unnötige Prellen, gerade in der schnellen Vorwärtsbewegung, sollte vermieden werden. Denn noch waren 25 Minuten zu spielen, und genug Zeit für beide Seiten. Und dies sollte sich zeigen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war das Tempo auf beiden Seiten enorm hoch, bis zum 8:6 hielt sich alles in Waage. Dann schienen die Mädels sich plötzlich in einen kleinen Rausch zu spielen. Hinten ließ man nichts zu, dadurch einige Ballgewinne, die in schnelle Konter/Angriffe umgewandelt wurden. Und auch verwandelt. Plötzlich stand nach 5 Minuten in der zweiten Halbzeit ein 11:6 auf der Anzeigetafel. Diese Führung sollte auch bis zum 15:09 in der 37. Minute gehalten werden.

Danach schien etwas die Puste raus zu sein, in der Abwehr schlichen sich einige Unaufmerksamkeiten ein, einfache Ballverluste im Angriff ermöglichten zudem Südwest 4 Tore in Folge. Auszeit Taucha bei 15:13 und 43 gespielten Minuten. Noch einmal volle Konzentration in Abwehr, sowie Angriff und alles aus sich herausholen in den letzten 7 Minuten war die Ansage. Dies klappte zunächst. Das 16:13 wurde erzielt, doch dann lief auf einmal nicht mehr viel zusammen. Vorne wurde sich nicht mehr bewegt, eher Standhandball gespielt und Fehler produziert. 17:17 – Ausgleich Südwest. Das Spiel schien zu kippen, die Kräfte weg zu sein. Das Spiel war nichts für schwache Nerven.

Doch dieses Mal ließ sich die Mannschaft nicht von einer Phase, wo alles gegen einen zu laufen scheint, beirren und bestimmen. Die Köpfe wurden nicht hängen gelassen und man stemmte sich in den letzten zwei Minuten mit aller Macht gegen den drohenden Rückstand und die Niederlage. Eine sehr gute Einzelaktion brachte das 18:17. Hinten rührte man Beton an und vorne gelang in der letzten Minute das entscheidende 19:17. In der letzten Minute verteidigte man dann in Unterzahl das Tor und ließ nichts mehr zu. Endstand: 19:17.

Große Freude und Jubel bei den Mädels!!! Ein über das gesamte Spiel gesehen verdienter Erfolg. Und auch eine kleine Entschädigung für die nicht optimale Saison und der bitteren Niederlage gegen Delitzsch. Dann doch lieber so ein Halbfinale gewinnen;) Endlich hat die Mannschaft mal ihr Potential über ein gesamtes Spiel ausgepackt und gezeigt. Glückwunsch an die Mädels!

Wir bedanken uns auch beim Publikum, dass das ganze Spiel über Stimmung gemacht und die Mädels angefeuert hat! Und somit auch ihren Anteil am Sieg haben;)

Damit spielen die Mädels am 30.04.2016 im Finale um den Bezirkspokal in Zwenkau gegen TuS Leipzig-Mockau. Auch in diesem Spiel ist man der klare Außenseiter.

Bilder zum Spiel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.